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Auszug - Ab 17.00 Uhr Ortsbesichtigung Rückbau der Stauanlage "Klus" und Gewässerrenaturierung Bröl - Vorstellung der Gewässermaßnahme durch den Aggerverband -Insektenschutz  

 
 
Sitzung des Ausschusses für Landwirtschaft, Umwelt und Energie
TOP: Ö 2
Gremium: Ausschuss für Landwirtschaft, Umwelt und Energie1 Beschlussart: (offen)
Datum: Mo, 11.03.2019 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 19:15 Anlass: Sitzung
Raum: Bürgersaal, Nümbrechter Straße 19, 51545 Waldbröl
Ort:
 
Wortprotokoll
Beschluss

Vorsitzender Kronenberg begrüßt die hinzugekommenen Ausschussmitglieder, die Mitglieder des Arbeitskreises Insektenschutz, Herrn Dissevelt und Herrn Almeida vom Aggerverband.

 

Herr Dissevelt erläutert den Rückbau der Stauanlage „Klus“ und die Neugestaltung des Waldbrölbaches. Neben der Verlegung des Waldbrölbaches (weg von der L 339) wird eine Sekundäraue geschaffen. Der Durchlass in der Straße Niederhof wird ebenfalls erneuert und verändert. Zunächst berichtet  er über die bereits durchgeführten Arbeiten. Ein erheblicher Aufwand war es, die Altlasten wie Wegebefestigungen, Mauern, Bepflanzungen der städtischen Flächen, die als Campingplatz genutzt wurden, zu ent-fernen. Belasteter Bodenaushub wurde ordnungsgemäß zu geeigneten Deponien transportiert bzw. entsorgt.

 

Die Flächen neben dem Bachlauf sollen nicht bepflanzt, sondern nach den Vorstellungen des Aggerverbandes sich selbst überlassen werden. Die freien städtischen Flächen können dann eigenverantwortlich begrünt oder mit Blühwiesen gestaltet werden.

 

Im Anschluss an ihren Vortrag beantworten Herr Dissevelt und Herr Almeida Fragen der Ausschussmitglieder.

 

Fortsetzung der öffentlichen Sitzung im Bürgerssaal ab 17.40 Uhr.

 

Vorsitzender Kronenberg begrüßt die hinzugekommenen Mitglieder des Ausschusses sowie die Mitglieder des Arbeitskreises Insektenschutz. Frau Ramackers und Frau Marcinkowski stellen sich und die vielfältigen Projekte der Initiative Weitblick vor.

 

Mit Rückblick auf die Ortsbesichtigung an der Klus werden verschiedene Möglichkeiten der Flächengestaltung vorgeschlagen. Neben der Fläche, die der Aggerverband in direkter Nähe zum Bachlauf als Blühstreifen zur Verfügung stellen kann, bieten die großen städtischen Flächen die unterschiedlichsten Gestaltungsmöglichkeiten:

 

  •                   eine Kombination aus Blühstreifen, Sträuchern und Stauden,
  •                   keine Blumenwiese, sondern eine Fläche mit Hölzern u. ä. für alle Insekten,
  •                   einfach nichts machen, sondern die Natur machen lassen,
  •                   es sollte keine Parklandschaft geschaffen werden.

 

StV. Hennlein teilt mit, dass sich in den Freiflächen jetzt schon zahlreiche Tiere und Pflanzen wieder angesiedelt haben.

 

Herr Dresbach erklärt, dass die Umgestaltung der Klus im Rahmen der Wasserrahmenrichtlinie gefördert wurde und zu bedenken ist, welche Pflanzen in welchen Umfang dort überhaupt wieder gepflanzt werden dürfen um die Förderung nicht zu gefährden.

 

Im Rahmen der nächsten Sitzung des Ausschusses könnte nochmals eine Orts-besichtigung mit dem Aggerverband an der Klus stattfinden.

 

Herr Schriever regt an, darüber nachzudenken und zu diskutieren, welche Arten gefördert werden sollen. Die unterschiedlichen Insektenarten benötigen auch unterschiedlichen Lebensraum (magere Standorte, offene lichte Flächen, Weideflächen, Mischformen). Zu bedenken ist aber, dass auch solche Flächen Pflege benötigen und zweimal im Jahr gemäht werden müssen. Denkbar ist auch, die Flächen in landwirtschaftliche Pflege zu geben. Wichtig ist, dass sich kein Springkraut ansiedelt.

 

StV. Hein ergänzt, dass eine zeitlich begrenzte Nutzung als Weidefläche in Frage me, bis über die zukünftige Nutzung der Terrassen endgültig beraten und entschieden wurde.