Bürgerinformationssystem
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Zu diesem Tagesordnungspunkt begrüßt die Bürgermeisterin Herrn Bieber, dessen Fachbüro den Schulentwicklungsplan erstellt hat. Zu Beginn seiner Ausführungen stellt er fest, dass alle drei Grundschulen und alle drei weiterführenden Schulen in Bezug auf den Zustand der Gebäude und der Ausstattung sehr gut und landesweit überdurchschnittlich sind. Es ist davon auszugehen, dass in den kommenden Jahren ein starker Zuwachs bei den Schülerzahlen eintreten wird; dies ist unter anderem auch auf die Einschulung von Flüchtlingskindern zurück zu führen. Durch eine kluge Steuerung soll daher erreicht werden, dass nur an einem Grundschulstandort in Waldbröl eine signifikante Änderung eintritt. Hierbei empfiehlt es sich, den Zuwachs an Schülern auf den Standort Grundschule Isengarten zu konzentrieren und dort einen Ausbau vorzunehmen, da dies an diesem Standort unproblemtisch zu realisieren sei. Die anderen Grundschulen sollen in ihrer Zügigkeit erhalten bleiben. Die Prognose für die Grundschulen Wiedenhof und Hermesdorf ab dem Schuljahr 2025/2026 sieht so aus, dass im Wiedenhof immer vier Eingangsklassen und in Hermesdorf zwei Eingangsklassen gebildet werden. Vor dem Hintergrund, dass räumliche Anforderungen heute anders sind als in der Vergangenheit und neue Aufgaben für die Schulen hinzu kommen, ist an allen drei Grundschulstandorten ein qualifizierter Ausbau notwendig; an der Grundschule Isengarten, wie vorbeschrieben, auch ein quantitativer Ausbau. Man müsse aber auch festhalten, dass die Schülerzahlen nicht ins Unermessliche steigen würden und sich diese Entwicklung mittelfristig wieder abflacht; von daher sei ein quantitativer Ausbau mit Augenmaß erforderlich. Die Betreuungssituation in Waldbröl sei durch verschiedene Faktoren gemessen am Landesvergleich unterdurchschnittlich; hier sei es notwendig, ggfls. qualitativ nachzurüsten. Im Bereich der weiterführenden Schulen muss die Gesamtschule nach wie vor Schüler abweisen; hiervon profitiert die Realschule. Generell sei die Ausgangssituation aktuell entspannt, da die drei weiterführenden Schulen in Waldbröl räumlich gut aufgestellt sind. Wichtig zu beachten sei, dass die Gesamtschule auf vier Züge gedeckelt ist; hier könnte man die Frage stellen, ob der Schulträger gut beraten sei, es bei dieser Deckelung zu lassen. Auf der anderen Seite spiegelt diese Deckelung aber auch den Willen der Schule wieder. Es wird davon ausgegangen, dass bei der Realschule ein starker Zuwachs der Schülerzahlen erfolgt; ebenso am Gymnasium. Die Schülerzahlen bei der Gesamtschule werden auf Grund der vorbeschriebenen Deckelung auf hohem Niveau stagnieren. Fraglich sei, ob es weitere Instrument gebe, die Entwicklung der Schülerzahlen zu steuern. Hier könnte auch ein interkommunaler Austausch über den Umgang mit der demographischen Schülerwelle hilfreich sein. Im Bereich der Realschule sieht der Schulentwicklungsplan einen quantitativen Handlungsbedarf vor; es handelt sich jedoch bei dem Zuwachs an Schülerzahlen um ein vorübergehendes Hoch. Danach werde die Entwicklung wieder abflachen.
StV. Claudia Hein fragt, ob die mögliche Entwicklung von Baugebieten berücksichtigt wurde. Herr Bieber bejaht dieses.
Auf Nachfrage des StV. Paech betreffend die einpendelnden Schüler aus den Nachbargemeinden erklärt Herr Bieber, dass Einpendler den Einheimischen gleichgestellt werden müssen, wenn es in deren Heimatgemeinde kein gleiches Schulangebot gibt. Das Schulgesetz macht in diesem Punkt keinen Unterschied.
StV. Giebeler weist darauf hin, dass es nicht Ziel sein könne, so viele Waldbröler Schüler an Waldbröler Schulen abzuweisen, wie es aktuell leider geschieht.
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