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Auszug - Zwischenbericht zur Flächenpool-Konzeption (Öko-Konto) der Stadt durch Herrn Landschaftsarchitekt Hellmann  

 
 
Sitzung des Auschusses für Stadtentwicklung und Bauen
TOP: Ö 1
Gremium: Ausschuss für Stadtentwicklung und Bauen Beschlussart: (offen)
Datum: Mi, 13.12.2006 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 17:00 - 20:25 Anlass: Sitzung
Raum: Sitzungssaal des Bürgerhauses
Ort: 51545 Waldbröl, Kaiserstraße 82
 
Wortprotokoll
Beschluss

Herr Hellmann führt aus, dass ihm der Auftrag zur Entwicklung einer Flächenpool-Konzeption zur späteren Führung eines Öko-Kont

 

Herr Hellmann führt aus, dass ihm der Auftrag zur Entwicklung einer Flächenpool-Konzeption zur späteren Führung eines Öko-Kontos erteilt wurde. Durch ein Öko-Konto wird die gesamte Bauleitplanung einschließlich der Satzungen wesentlich vereinfacht. Die Ausgleichsmaßnahmen müssen dann nicht mehr auf den jeweiligen Baugrundstücken oder am Ortsrand festgelegt werden, sondern es werden Sammel-Ersatz-Maßnahmen konzipiert, die ein sog. Öko-Konto füllen. Für das Ersatzflächenmanagement, also die Umsetzung der Maßnahmen, bietet sich die Bergische Agentur für Kulturlandschaft (BAK) an.

 

Herr Hellmann erklärt anhand von Kartenmaterial die von ihm bisher erarbeiteten Grundlagen. In einem Plan hat er die zukünftige Siedlungsentwicklung der Stadt und das erforderliche Kompensations-Flächenpotenzial dargestellt. Bei der Planung wurde eine Siedlungsentwicklung für einen Zeitraum von 15 bis 20 Jahren zugrunde gelegt. Die Erweiterungsflächen befinden sich vorrangig in den Siedlungsschwerpunkten Waldbröl und Hermesdorf. Auch wurde der 6. Abschnitt des Gewerbeparks berücksichtigt.

 

Die naturschutzrechtlich geschützten Flächen und Objekte wie die FFH-Gebiete, die im Gebietsentwicklungsplan und Landschaftsplan getroffenen Maßnahmen als auch die Flächen mit herausragender und besonderer Bedeutung für das Biotopverbundnetz sowie geschütze Biotope wurden ermittelt.

 

Das Entwicklungsziel bzw. die Entwicklungsmaßnahme ist die Anreicherung der Landschaft mit naturnahen Lebensräumen und Landschaftselementen. So können z.B. als Fließwässerrenaturierungsmaßnahmen u.a. der Waldbrölbach mit Quellbereich und die Homburger Bröl mit Quellbereich aufgewertet werden.

 

Der Waldumbau – Nadelholz in Laubmischwald –, Neuanlage von Streuobstwiesen, Grünlandextensivierung, Umwandlung von Acker in Extensivgrünland sollten unterstützt werden. Herr Hellmann führt aus, dass laut Analyse auch städtische Grundstücke als geeignet eingestuft werden.

 

Abschließend erklärt Herr Hellmann, dass er mit der Erarbeitung der Grundlagen für die Erstellung des Öko-Kontos im Frühjahr 2007 fertig ist und das Ergebnis dem Ausschuss dann vorstellen wird. Die Verwaltungsvereinbarung zwischen der Stadt und der unteren Landschaftsbehörde des Oberbergischen Kreises kann dann erarbeitet werden.

 

 

Der Ausschuss nimmt die Ausführungen des Landschaftsarchitekten Hellmann dankend zur Kenntnis.