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Auszug - Vorstellung der Planung zur Brückensanierung Benroth  

 
 
Sitzung des Ausschusses für Bauen und Verkehr
TOP: Ö 4.2
Gremium: Ausschuss für Bauen und Verkehr Beschlussart: (offen)
Datum: Di, 21.01.2014 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 17:00 - 19:35 Anlass: Sitzung
Raum: Sitzungssaal des Bürgerhauses
Ort: 51545 Waldbröl, Kaiserstraße 82
 
Wortprotokoll
Beschluss

 

Herr Helmert vom Ingenieurbüro Helmert und Bongartz GmbH berichtet, dass die Stadt Waldbröl seinem Ingenieurbüro den Auftrag zur Planung der Sanierung der Brücke  über den Waldbrölbach in Benroth erteilt hat. Bei der Brücke handelt es sich um eine Stahlbetonkonstruktion auf mit Natursteinen verblendeten Widerlagern mit einer Spannweite von ca. 6,00 m. Die Vorplanung zeigte als wirtschaftlich sinnvollste und technisch umsetzbare Variante die Herstellung eines neuen Brückendecks unter teilweiser Beibehaltung der alten Bausubstanz. Das Brückendeck soll künftig keine tragende Funktion mehr übernehmen.

 

Die Brücke bindet die südlich des Waldbrölbaches gelegenen Bereiche der B 478, die an den Waldbrölbach unmittelbar angrenzt, an. Bei denen durch die Brücke erschlossenen Gebieten handelt es sich unter anderem um die Einrichtung der Diakonie Michaelshoven, Haus Segenborn. r den Betrieb der Einrichtung und als Fußwegeverbindung hat die Brücke eine wichtige Bedeutung.

 

hrend der geringen Bauzeit kann das Haus Segenborn verkehrstechnisch über andere Wege erreicht werden. Für die Fußnger ist eine Behelfsbrücke vorgesehen.

 

Bestandsunterlagen der Versorgungsträger wurden angefordert. Für die Planung wurden verschiedene Erkundungen vor Ort durchgeführt. Der Auftrag für die Tragwerkplanung wurde am 02.12.2013 durch die Stadt Waldbröl erteilt. Unterlagen über die Errichtung der Brücke liegen bei der Stadt Waldbröl nicht vor. Nach dem Typ der Brückenanlage wird vermutet, dass die Brücke in den 1970er Jahren errichtet wurde.

 

Zur Bausubstanz teilt Herr Helmert mit, dass sich diese in den einzelnen Bauteilen sehr unterschiedlich darstellt. Die Widerlager aus Beton mit einer Natursteinverblendung, zeigen sich nahezu schadensfrei. Hier besteht nur geringer Sanierungsbedarf. Das Brückendeck weist erhebliche Schäden auf. In weiten Teilen sind die Betonflächen stark korrodiert. In teilweise größeren Flächen liegt die Bewehrung der Tragkonstruktion frei und ist zum Teil so stark korrodiert, dass einzelne Bewehrungsstäbe in Teilbereichen nahezu nicht mehr vorhanden sind. Im Bereich der Brückenkappen zeigen sich, insbesondere in Längsrichtung, zahlreiche Risse. Die Kanten des Brückendecks sind teilweise abgebrochen.

 

Durch den starken Bewehrungsangriff und die Risse im Bauwerk ist die Standsicherheit des Brückendecks gefährdet. Das Brückendeck weist keine ausgeprägte Brückenkappe auf. Die Aufkantung zwischen Fahrbahn und Brückenkappe beträgt nur wenige cm oder ist in Teilen gar nicht mehr vorhanden, so dass hier kein Anprallschutz gegeben ist.  

 

Im Brückenbelag sind zahlreiche Risse und Aufbrüche vorhanden. Das Brückendeck weist keine Abdichtungen auf. Somit muss von einem Wassereintritt in der Tragkonstruktion ausgegangen werden. An den Brückenkappen sind ebenfalls starke Schäden erkennbar.

 

Herr Helmert stellt die Sanierungsplanung in den einzelnen Schritten vor. Der Brückenoberbau soll zunächst bis auf die Tragkonstruktion abgetragen werden und ein neues Brückendeck in einer Stärke von 40 cm aufgebracht werden. Es sind neue Brückenkappen, mit neuem Brückengeländer, zur Absicherung herzustellen. Zum Höhenausgleich werden Angleichungsarbeiten an beiden Ufern erforderlich. Nach der Sanierung ist das Brückendeck schmaler als bisher. Die Befahrung kann daher nur noch im Einbahnverkehr erfolgen.

 

Er beziffert die Baukosten auf brutto rund 137.000,00 €. Die Bauausführung soll in den Sommermonaten 2014 erfolgen. Die geschätzte Bauzeit beträgt drei bis vier Monate. Sollte die Bauausführung in den Sommermonaten nicht möglich sein, kann es witterungsbedingt zu Verzögerungen kommen. Sollten Witterungsschutzmaßnahmen erforderlich werden, würden sich hierdurch die Baukosten erhöhen.

 

Der Ausschussvorsitzende dankt Herrn Helmert für die Vorstellung der Planung.