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Vorsitzender Kronenberg erteilt Herrn Helmut Dresbach das Wort. Herr Dresbach berichtet ausführlich und kompetent über die Gründe zur Einführung der Milchqoute im Jahre 1984 sowie die Auswirkungen und Aussichten nach dem Wegfall der Milchquote zum 31. März 2015 für die noch existierenden landwirtschaftlichen Betriebe. Hierzu ist der Niederschrift ein Artikel mit den wichtigsten Fakten beigefügt. Die Landwirtschaft im Oberbergischen ist von der Milchviehhaltung geprägt. Die niedrigen Milchpreise gefährden die noch vorhandenen landwirtschaftlichen Betriebe.
Entscheidend für die geringen Milchpreise, die die Landwirte als Erzeuger erhalten (derzeit 0,29 €), ist das Verbraucherverhalten. Solange große Discounter die Milch sehr günstig anbieten, solange werden die Verbraucher auch weiterhin diese Milch kaufen. Es gibt noch zu wenige Käufer, die bereit sind, für die Milch mehr Geld auszugeben.
Herr Dresbach macht deutlich, dass die landwirtschaftlichen Betriebe extremen Rahmenbedingungen unterworfen sind und es nicht einfach ist, einen Landwirtschaftsbetrieb für die Zukunft wettbewerbsfähig zu (er)halten. Der Kostendruck steigt mit der Folge, dass die Betriebe immer größer werden müssen, um wirtschaftlich arbeiten und weiterhin existieren zu können.
Neben dem Problem, sich auf dem Weltmarkt zu behaupten zu müssen, ist ein weiteres Problem qualifizierte Fachkräfte als Nachfolger für den landwirtschaftlichen Betrieb zu finden. Auch das Flächensterben durch die Umwandlung von Bau- und Gewerbeflächen als Flächen für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen erschwert die Weiterführung von landwirtschaftlichen Betrieben. Hier ist die Politik in der Pflicht abzuwägen, ob Grünlandflächen Baulandflächen weichen sollten.
Im Anschluss an seinen Vortrag beantwortet Herr Dresbach Fragen der Ausschussmitglieder.
Vorsitzender Kronenberg dankt Herrn Dresbach für seinen engagierten Vortrag, aber auch für die eindringlichen und mahnenden Worte, die er an die Politik gerichtet hat.
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